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Nanofett

Nanofett

Die Behandlung von Falten, Narben, Pigmentflecken und Augenringen zählt zu den häufigsten Aufgaben der ästhetischen Chirurgie. Ein noch relativ neuer, aber durchaus vielversprechender Therapieansatz dafür ist die Behandlung mit sogenanntem Nanofett, die nicht mit herkömmlichen Eigenfettinjektionen zu verwechseln ist.

Was ist Nanofett?

Nanofett ist ein flüssige Mischung aus Fettgewebe und PRP (Plättchen-Reiches Plasma). Aufgrund der spezifischen Eigenschaften von stammzellhaltigem Fettgeweben und den wachstumsfördernden Molekülen des PRP, findet Nanofett immer häufiger Verwendung in der ästhetischen Chirurgie. Die Wirkung von Nanofett wurde als Nebeneffekt bei der Verwendung von Eigenfett zu Volumenvergrößerungen in der plastischen Chirurgie entdeckt.

Wie wird Nanofett gewonnen?

Zunächst wird unter den sterilen Bedingungen in einem OP-Saal Fettgewebe in örtlicher Betäubung aus geeigneten Stellen (bspw. Bauch, Oberschenkel oder Kniebereich) entnommen. Dafür werden Mikrokanülen verwendet, deren Öffnung max. 1 mm groß sind. Das entnommene Fettgewebe wird im weiteren Prozess so verfeinert, dass es Nanogröße erreicht (Nanofett).

Mit einer anderen Kanüle wird weiteres Fettgewebe gewonnen, aus dem die Stammzellen isoliert und mit dem Nanofett vermischt werden.

Zusätzlich wird diesem Präparat nun PRP hinzugefügt, damit die Wachstumsfaktoren der enthaltenen Thrombozyten die Zellregeneration an der gewünschten Stelle unterstützen. Dadurch kann ein optimales Ergebnis erreicht werden.

Welche besonderen Eigenschaften hat Nanofett?

Nanofett hat aufgrund der darin enthaltenen Inhaltsstoffe eine regenerative Wirkung auf die Haut. Wenn es in die Haut injiziert wird, bewirkt das – im Unterschied zu herkömmlichen Eigenfettbehandlung – keinen Volumeneffekt.

Daher eignet es sich als Therapeutikum, aber nicht zum „Aufpolstern“ von Hautpartien.

Was sind die Anwendungsgebiete von Nanofett in der ästhetischen Chirurgie?

Die Nanofettbehandlung wurde vor allem entwickelt, um mithilfe der darin enthaltenen Wirkstoffe das Hautbild verbessern zu können, wenn dieses durch Narben, Falten, Pigmentflecken oder Ähnliches beeinträchtigt ist.

Auch bei Dehnungsstreifen oder Augenringen kommt das Verfahren zur Anwendung; zudem wird es bei der Behandlung komplexer chronischer Wunden und bei der Regeneration von Nerven genutzt.

Zur Anwendung im Rahmen der ästhetischen Chirurgie wird das Nanofett in dem zu behandelnden Bereich mit kleinen Nadeln oberflächlich in die Haut appliziert. Im Regelfall sind eine oder zwei Behandlungen erforderlich.

Diese können mit Lokalanästhesie durchgeführt werden, auf Wunsch ist aber auch eine Behandlung unter Vollnarkose möglich. Je nach Anzahl und Größe der zu behandelnden Regionen dauert eine Nanofettbehandlung etwa ein bis vier Stunden.

Die Wirkung setzt etwa drei Monate nach einer erfolgten Nanofettbehandlung ein, das Endresultat wird nach drei bis sechs Monaten erreicht.

Infolge der regenerativen Effekte des Nanofetts werden die vorhandenen Falten oder Hautschäden dann in der Regel deutlich unauffälliger oder verschwinden völlig. Die Haut wirkt praller und gesünder; Narben erscheinen weicher als zuvor und fallen weniger auf.

Deshalb setzen nicht zuletzt auch viele Menschen, die Verbrennungen, Unfälle oder Operationen hinter sich haben, auf die positiven Effekte des Nanofetts. Typische Bereiche, in denen sich das Erscheinungsbild der Haut durch eine Nanofettbehandlung verbessern lässt, sind das Dekolleté, der Hals oder der Handrücken.

Obwohl die Nanofettbehandlung noch ein relativ junges Verfahren ist, rechnen Experten aufgrund der bisher damit gemachten Erfahrungen damit, dass die Nachfrage nach derartigen Behandlungen stark zunehmen wird.

Nanofett: das Wichtigste auf einen Blick

Bei einer Nanofettbehandlung wird zunächst das gewonnene Fettgewebe des Patienten zu Nanofett verfeinert und das stammzellenreiche Nanofett mit PRP gemischt, damit die Wachstumsfaktoren der Blutplättchen die Umwandlung der Stammzellen und die Regeneration der behandelten Stellen beeinflussen kann.

Diese Mischung wird anschließend an den zu behandelnden Stellen in die Haut injiziert. Dort entfaltet es eine regenerative Wirkung und lässt die Haut gesünder und jünger wirken.